Alternativprogramm

Veröffentlicht am 17. November 2025 um 18:47

Frühstück im Hotel ist eine tolle Sache. Wir sind auf Selbstverpflegung eingerichtet, doch können wir uns auch gut verwöhnen lassen. Mit uns befanden sich noch wenige Individualreisende im Frühstücksraum. Dazu gesellte sich eine kleinere deutsche Reisegruppe. Das ließen wir gemütlich angehen, denn der Wind draußen machte keine Hoffnung auf eine Bootstour. Durch die Rezeption ließ ich das abklären. Frühestens am nächsten Tag gehen die Boote raus. Jetzt war der Tourguide (also ich) gefragt. Welche Alternativen konnte ich der Inge bieten?

Zuerst ging es an den Aussichtspunkt von Hermanus. Neugierige Menschen, ein paar vorwitzige Klippschliefer aber keine Wale. Also weiter nach De Kelders. Irgendwo sollten noch zwei Wale und eventuell ein Kalb sein, die noch nicht weitergezogen sind. De Kelders ist ein richtig hübscher kleiner Ort. Auch hier waren keine Wale zu sehen. Wir machten einen kleinen Spaziergang.

Danach schauten wir uns die Häfen von Gansbaai und Kleinbaai an. In Kleinbaai wurden auch Bootstouren angeboten. Nicht nur zur Walbeobachtung sondern auch zum Käfigtauchen mit dem großen weißen Hai. Auch hier wurden die Fahrten auf Morgen verschoben. Früher war das ein Hotspot zum Käfigtauchen. Es ist schwieriger geworden den weißen Hai noch anzutreffen. Orcas sollen sie gejagt und stellenweise vertrieben haben.

Wir folgten einem Hinweis, der uns zu einer Organisation führte, die sich um verletzte oder kranke Pinguine kümmert. Hier sahen wir Pinguine, die durch Hundebisse oder Krankheiten aufgepäppelt werden mussten. Teilweise können sie wieder ausgesiedelt werden, teilweise erhalten sie hier ihr Gnadenbrot. Ein Eintritt wurde nicht verlangt. Es gab eine kurze Führung mit vielen Erklärungen. Natürlich spendeten wir hier auch, denn das Projekt ist es wert.

Die junge Dame, die uns alles erklärte, war sehr engagiert. Sie kannte die Zöglinge mit Namen und konnte uns viel über das jeweilige Schicksal erklären. Manche Spots mit freien Pinguinen sind mit einer Webcam überwacht und sie gewährte uns einen aktuellen Überblick über ihre Schützlinge.

Der Hunger machte sich bemerkbar. Also ging es zurück nach Hermanus. Hier gibt es ein Restaurant, dass direkt am Meer in der Höhle eines Felsens eingebracht wurde.  Ein traumhafter Ort, eine herausragende Küche. Was das Essen angeht, wurde ich in Südafrika nie enttäuscht. Sie haben es drauf. Qualität und Service waren immer herausragend gut.

Auch ohne Wale war Hermanus ein Erlebnis. Morgen geht es an den südlichsten Punkt des gesamten Kontinents. Den Abend schlossen wir mit zwei Gläsern Wein ab, die es in der Hotelbar für uns gab.

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Kommentare

Thomas
Vor 6 Tage

Hallo Arcor
Sehr schon geschrieben.Tolle Fotos

Marita Wieschermann
Vor einem Monat

Wie immer, super Eindrücke und tolle Fotos !!!

Danny
Vor einem Monat

Super schöne Fotos, Acor👍

Sabine Holfert
Vor einem Monat

Hallo Acor, wunderbar beschrieben. Sehr schöne Fotos.