Wanderung und Regeneration

Veröffentlicht am 20. November 2025 um 06:18

Erst einmal möchte ich Danke sagen. Danke für die Rückmeldungen zu meinem Blog. Und Danke für 170 Euro, die von einigen von euch für das Kinderheim gespendet wurden. Yvonne (Lotti) wird Zuhause auch noch eine kleine Aktion starten und dann geht die Gesamtsumme 1:1 ans Waisenhaus.

Für diejenigen, die wieder etwas mehr Text erwarten, kommt eine leichte Enttäuschung. Wir machten gestern nur eine kurze und langsame Wanderung und sind dann nochmal zum Essen im Hafen von Struisbaai gewesen, wo sich auch Parrie nochmal blicken lies.

Es ging schön an der Küste entlang bis zum Stein, der auf den südlichsten Punkt des gesamten afrikanischen Kontinents hinweist. Hier treffen geografisch der Indische Ozean und der Atlantische Ozean auseinander. Beide sind noch sehr kalt. Der Indische Ozean wird wärmer, je weiter man in Richtung Durban und später Mosambik reist.

In unmittelbarer Nähe zu diesem Stein liegt noch das Monument Afrika. Der gesamte Kontinent ist hier als 3D Relief nachgebildet. Für unsere Fotos hatten wir Glück. Es war noch früh und bisher war nur ein Reisebus am Ort. Es war eine deutsche Reisegruppe. Wir halfen bei den Fotos, damit die Paare auch jeweils zusammen abgelichtet sind. Die Gruppe verteilte sich und wir gingen weiter zum Wrack der Meisho Maru.

Die Meisho Maru Nr. 38: Die japanische Besatzung der Meisho Maru Nr. 38 hätte sich keinen schöneren Ort entlang der südafrikanischen Küste aussuchen können, um auf Grund zu laufen. Natürlich schaute die Crew am 16. November 1982 um 03:00 Uhr morgens nicht auf die Landschaft, als sie in Schwierigkeiten geriet, und Sightseeing stand wahrscheinlich weit unten auf ihrer Prioritätenliste. Aber die Tatsache bleibt, dass sich das Wrack an einem bemerkenswert malerischen und historischen Ort am südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents befindet. Die 17 oder 19 Seeleute (die Zahlen schwanken von Quelle zu Quelle) konnten sich alle in Sicherheit bringen. Das zweite Foto zeigt das Wrack, wie es im Jahr 1985 aussah (Quelle: shipspotting.com). Bald wird es ganz verschwunden sein.

Es folgte doch noch ein klitzekleines Abenteuer. Wir besichtigten den südlichsten Leuchtturm Afrikas. Das Gelände davor ist seit zwei Jahren eine Baustelle. Von weitem konnte ich sehen, dass sie das Grab eines kleinen Mädchens erhalten und in die Neuanlage integriert haben. Hier ist die Tochter eines früheren Leuchtturmwärters begraben. Zu weit weg für ein Foto.

Das Klettern im Turm ist ein Abenteuer für sich. Vier steile Leitern, die nach oben hin immer abenteuerlicher werden. Als Besucher mussten wir eine Verzichtserklärung unterschreiben und nach Bezahlung eines kleinen Eintritts machten wir den Aufstieg. Es war fast windstill, so konnten wir die Aussicht hervorragend genießen.

Nun waren wir hungrig und gingen zurück zur Unterkunft. Mit dem Auto ging es dann wieder nach Struisbaai, wo wir den Fischern beim Anlanden zusehen konnten. Im Hafenrestaurant gab es dann richtig frischen Fisch. Wir entschieden und beide für den "Catch of the day" - Yellowtail war es heute. Den Rest des Tagen faulenzten wir.

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Kommentare

Siggi (HanSi) Müller
Vor einem Monat

Hallo Peter.
Auch wieder gut geschrieben und tolle Fotos.
Eine Werbekampagne für Südafrika, mit kulinarische Hinweise.

Marita Wieschermann
Vor einem Monat

Es muss nicht immer viel geschrieben sein, die schönen Fotos sprechen auch für sich. Dennoch ist es für manch historischen Hintergrund zum besseren Verständnis sehr wertvoll. Man darf auch selber googeln (smile) aber wenn man so tolle Reiseberichte mitgeliefert bekommt, ist's on top. Das kannst du wirklich wunderbar.

Sabine Holfert
Vor einem Monat

Ein wundervoller Bericht und beeindruckende
Bilder. 🤩