Der Nationalpark De Hoop

Veröffentlicht am 21. November 2025 um 07:04

An diesem Donnerstag planten wir einen Ausflug. Für ein köstliches Frühstück gingen wir aber erst einmal zum südlichsten Frühstückscafé Südafrikas. Das lag nur ein paar Meter von unserer Unterkunft entfernt. Wie so oft werden Restaurants mit Geschäftslokalen verbunden. Zum Essen sitzt man gemütlich in einem Raum und drumherum werden Waren oder Kunst angeboten.

Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Nationalpark De Hoop. Der Park ist nicht so gut besucht, weil ein erhebliches Stück der Anfahrt nur über Schotterstraßen dorthin führt. Noch vor der letzten Ortschaft gab es eine kleine Straßenblockade. Hengasch ist überall (Anm.: Der Eifelkrimi "Mord mit Aussicht").

Nach dem Asphalt kamen 45 Minuten reine Schotterstraße. Sieht schlimmer aus als es ist. Mit dem T-Roc konnten wir gut 80 km/h schnell fahren. Gefühlt war das besser als manche geteerte marode Straße in Deutschland.

Den Tag nutze ich auch dafür, meine neue 360 Grad Kamera auszuprobieren. Das ist schon ein kleines Wunderwerk der Technik. Bis wir in den nächsten Etappen auf Elefanten treffen, muss das sitzen.

Beim Erreichen des Gates ließ ich uns für die Einfahrt registrieren und bezahlte den Eintritt. Das waren 100 Rand für den Pkw und zwei Personen, umgerechnet etwa 5,00 Euro. Im Park kann man auch Häuser für Übernachtungen mieten. Dazu gibt es noch ein erstklassiges Restaurant und einen kleinen Shop. Im Shop versorgten wir uns erst einmal mit kaltem Wasser.

Das Highlight dort ist mit Sicherheit die tolle Aussicht am Aussichtspunkt Koppie Alleen. Dort gibt es auch ein zweites kleineres Restaurant. Der ganze Nationalpark kann zu Fuß oder mit einem Mountainbike erkundet werden. Für die Autos und Kleinbusse gibt es überwiegend gute Wege, teilweise sogar gepflastert oder geteert. Es gibt Wildtiere, aber bis auf Schlangen nichts gefährliches.

Wir machten noch einen Spaziergang am Strand und nach einem kleinen Imbiss ging es auf Fotopirsch. Heute hielten die Tiere Abstand. Die Elend Antilope zeigte sich nur in weiter Ferne. Dafür gab es Strauße, Zebras und Bonteböcke.

Bis auf die Bonteböcke wollte sich kein Tier so richtig ablichten lassen. Wir hatten den Park zweimal abgefahren und nur eine ganz geringe Anzahl von Sichtungen. Und die waren zumeist zwischen den Unterkünften des Parks. Es war trotzdem ein sehr schöner Ausflug, denn die Landschaft und die tolle Küste hatten uns entschädigt.

An der Unterkunft zurückgekehrt kam Hilary zu uns. Sie musste den Abschied vorziehen, da sie an unserem Abreisetag mit ihrem Partner unterwegs sein würde. Am Morgen hatte ich ihr unsere Schmutzwäsche gegeben. Die sei fertig, ihre Wäscherei aber bereits geschlossen. Das könnten wir am Morgen ab acht Uhr abholen - in der südlichsten Wäscherei ... (Ihr wisst schon).

Wir waren hungrig und so ging es diesmal in ein anderes Restaurant. Und zwar in den südlichsten Pub des Kontinents. Das war eine urig eingerichtete Gaststätte. Die Einrichtung erinnerte an eine Hafenkneipe. Aus der Musikanlage wurde zuerst ein deutscher Schlager gespielt. Neben lokalen Bieren gab es auch Hansa Pils. Ein gutes Essen rundete diesen schönen Tag ab.

Gegen Abend füllte sich das Lokal. Ohne Reservierung ist dort kaum ein Platz zu bekommen. Das spricht für die gute Qualität des Essens. Wir genossen den vorerst frischesten Fisch Yellow-Tail.

Die nächste Etappe steht bevor - fast 400 Kilometer bis in die Klein Karoo, eine Halbwüste mit der Hochburg der Straußenfarmen. Dort gönnen wir uns wieder ein wenig Luxus.

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Kommentare

Sabine Holfert
Vor einem Monat

Guten Morgen Acor. Ein sehr anschaulicher Blog und tolle Bilder.

Sabine Holfert
Vor einem Monat

Mal wieder ein sehr interessanter Bericht und tolle Fotos