Nach dem Frühstück fuhren wir zuerst zur Buffelsdrift Game Lodge. Dies ist eine kommerziell geführte Anlage mit mehreren abgezäunten Gebieten, in denen Tiere angesiedelt wurden. Hierbei sind Löwen und Geparden vom normalen Tierbestand (Zebras, Antilopenarten, Giraffen usw.) getrennt. Sie bieten geführte Touren an. Zur Tageszeit, zur Nachtzeit oder ganz früh am Morgen gibt es auch eine Erdmännchentour. Es gibt Unterkünfte in Luxuszelten und ein tolles Restaurant, das immer sehr schnell ausgebucht ist, da die Anlage auch von Einheimischen besucht wird.
Es war unser erstes Ziel, weil wir zwei Touren buchen wollten. Für die Erdmännchentour bekamen wir zwei Plätze für den Montag, unseren Abreisetag. Das passt. Und für 15:00 Uhr konnten wir eine Buschsafari und auch direkt einen Tisch für das anschließende Dinner buchen.
Da wir noch etwa fünf Stunden Zeit bis zur Safari hatten, fuhren wir erst einmal ins Zentrum der Stadt Oudtshoorn, um ein paar Erledigungen zu machen. Dann ging es zur Cango Cave, einer tollen Tropfsteinhöhle. Die ganzen geparkten Reisebusse ließen nichts Gutes erahnen. Und tatsächlich - ausgebucht. Wir konnten uns zwei Plätze für den Folgetag sichern. Das passt, dann machen wir auch direkt die Passstraße Swartbergpass. Hier ist wieder der Weg das Ziel. Doch auch das am Ende gelegene verträumte Dorf Prinz Albert ist die Reise wert. Dazu hoffentlich morgen mehr.
Die Wartezeit bis zur Safari nutzen wir mit einem Besuch der Cango Wildlife Ranch. Das ist mehr ein Zoo. Muss man in Südafrika unbedingt einen Zoo besuchen? Nicht unbedingt. Doch um Zeit totzuschlagen lohnt es sich. Ich fragte Inge, ob sie einmal einen Geparden streicheln wollte. Interaktionen mit Tieren sind mittlerweile überwiegend verboten. Das wird jedoch noch an verschiedenen Stellen angeboten. Es wird aber kontrovers diskutiert. Sie sagte ja, also buchten wir das.
Die ganze Anlage ist eine Mischung aus Tiergehegen, Abenteuerromantik und einem Wasserspielplatz für Kinder. Wer sich noch an die RTL Serie "Die strengsten Eltern der Welt" erinnern kann: eine Episode wurde in Oudtshoorn gedreht. Bei Carmen und Dario Urbanski auf ihrer Straußenfarm "Straußennest". Da gab es auch einen Ausflug hierhin. Der junge Mann, den man im Straußennest einquartiert hatte, musste hier in den Käfig und wurde zu den Krokodilen ins Wasser gelassen.
Mit dem Besuch der Freiflug Voliere schlossen wir unseren Besuch hier ab. Fazit: Wenig Zoo, viel Familienprogramm für Kinder. Kann man machen, muss man aber nicht.
Es ging wieder zur Buffelsdrift Game Lodge. Und mit fast südafrikanischer Pünktlichkeit startete unser kleines Abenteuer einer Safari. Von der zuvor ausgebuchten Tour war eine ganze Gruppe verhindert. So genossen wir beide als einzige Teilnehmer die Tour. Wir hatten einen sehr interessierten und kundigen Guide, der uns viel über die Tiere erklärte. Auch FunFacts wie zum Beisiel: Haben Zebras weiße oder schwarze Streifen? Es sind weiße Streifen!
Diese Tour dauerte ungefähr zwei Stunden. Es war sehr kurzweilig. Manchmal gab es Startschwierigkeiten beim Landrover. Der Guide frotzelte: "An einem Landrover geht mit der Zeit alles kaputt, bis auf das Nummernschild" Die Fotos sind alle mit dem Handy gemacht. Die Spiegelreflexkamera mit dem Tele brauchte ich hier nicht.
Am Restaurant waren mehrere Njalas, eine Antilopenart, zu sehen. Hier sind sie an Menschen gewöhnt und gehen manchmal sogar durch die Außenterrasse. Wir hatten einen Tisch direkt am Wasser. Gegenüber am anderen Ufer tauchten die Hippos auf und andere Tiere kamen zum Trinken. In dieser Kulisse genoss ich mein mariniertes Straußensteak.
An der Hotelanlage angekommen besuchten wir noch die jungen Strauße. Es waren noch angenehme 22 Grad und die Sonne ging langsam unter. Für die Nacht war Regen angekündigt. Das wird hier gerade gebraucht.
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Wunderbar beschrieben und schöne Fotos